Bauwerksabdichtung

Im Bereich Bauwerksabdichtung haben wir uns auf die Abdichtung erdberührter Bauteile aus Beton und Stahlbeton spezialisiert. Schwerpunkt unserer gutachterlichen Tätigkeit bildet die Abdichtung im Bauteil und im Boden mittels Injektionstechnik.

Neben unserer Sachverständigentätigkeit sind wir in der Bauwerksabdichtung auch in der anerkannten Fortbildung iSd der Fort-und Weiterbildungsordnung der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau tätig.

Abdichtung von Bauwerken

In der für Neubauten bis 06/2017 gültigen Fassung der DIN 18195 ist die Bemessung und Ausführung der Abdichtung von Bauwerken und damit die Bauwerksabdichtung gegen Bodenfeuchte (Kapillarwasser, Haftwasser) und nichtstauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden, gegen nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen, gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser sowie gegen von innen drückendes Wasser geregelt.

Bauteilorientierte Abdichtung

Die DIN 18195 als lastfallorientierte Abdichtungsnorm wurde zum 1. Juli 2017 durch die DIN 18531 – DIN 18535 als bauteilorientierte Einzelnormen insoweit ersetzt, als dass diese nur als Terminologie-Norm erhalten bleibt. In den DIN 18531 – DIN 18535 sind fortan die bauteilspezifischen Anforderungen, Planungs- und Ausführungsgrundsätze für die Abdichtung mit bahnenförmigen und flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen geregelt.

  • DIN 18531: Nicht genutzte und genutzte Dächer
  • DIN 18532: Befahrbare Verkehrsflächen aus Beton
  • DIN 18533: Erdberührte Bauteile
  • DIN 18534: Innenräume
  • DIN 18535: Behälter und Becken

Aus unserer Sicht ist die bauteilorientierte Regelung der Bauwerksabdichtung konsequent und richtig.

Abdichtung erdberührter Bauteile

Bauwerksabdichtung

Abdichtung

Die Abdichtung erdberührter Bauteile ist seit 07/2017 in der DIN 18533 geregelt. In ihr sind die Anforderungen an Abdichtungsstoffe und Hilfsstoffe festgelegt, die zur Herstellung von Abdichtungen erdberührter Bauteile zu verwenden sind. Ausgenommen hiervon sind nachträgliche Abdichtungen in der Bauwerkserhaltung, wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton oder auch die Abdichtung von Deponien, Erdbauwerken und bergmännisch erstellten Tunneln.

Wassereinwirkungsklassen

Für die Bemessung der Wasserbeanspruchung gem. DIN 18533 sind nicht die Entstehungsart oder Einwirkungsdauer, sondern die Art der Wassereinwirkung auf die jeweiligen Bauteile maßgeblich. Zur Festlegung dieser sind neben dem Bemessungswasserstand, die Bodenart und die Geländeform zu ermitteln. Unterschieden werden gem. DIN 18533 vier Wassereinwirkungsklassen.

  • W1-E Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser
  • W2-E Drückendes Wasser
  • W3-E Nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken
  • W4-E Wasser am Wandsockel sowie in und unter erdberührten Wänden

Mangelhafte Abdichtung von Bauwerken

Die Mehrzahl aller Bauschäden betrifft Feuchteschäden und damit insbesondere den Bereich der Bauwerksabdichtung. Der überwiegende Teil davon ist auf Ausführungs- bzw. Planungsfehler zurückzuführen, weshalb neben der nachträglichen Abdichtung erdberührter Bauteile, der Sanierung bzw. Begutachtung von mangelhaften Abdichtungen in unserer gutachterlichen Praxis große Bedeutung zukommt.