Schimmelpilzschäden

Im Bereich Schimmelpilzschäden haben wir uns auf Schäden an Bauteilen aufgrund Schimmelpilzbefall spezialisiert. Schwerpunkt unserer gutachterlichen Tätigkeit bildet die Begutachtung von Schimmelpilzbildung nach Einsatz von Trocknungstechnik und nach erfolgter Schimmelpilzsanierung sowie im Rahmen von Baumaßnahmen infolge Baufeuchte entstandener Schimmelpilzschäden.

Die sachverständige Vergütung im Bereich der Begutachtung von Schimmelpilzschäden erfolgt dabei auf Grundlage einer Vergütungsvereinbarung als Zeitvergütung.

Schimmelpilz Neubau

Schimmelpilzbefall in einem Neubau

Schimmel Schlafzimmer

Schimmelpilzbefall Schlafzimmerwand

Ursachen für Schimmelpilzbildung

Neben Wasserschäden und Feuchteeintrag im Rahmen von Baumaßnahmen und in deren Folge häufig zu spät oder nicht fachgerecht durchgeführter technischer Trocknungsmaßnahmen sowie von außen aufgrund mangelnder Abdichtung eintretender Feuchtigkeit zählt Tauwasserbildung an Bauteiloberflachen zu den häufigsten Ursachen für die Entstehung von Schäden durch Schimmel in Innenräumen.

Insbesondere das Heiz- und Lüftungsverhalten begünstigen die Tauwasserbildung auf Bauteiloberflächen und damit die Entstehung von Schimmelpilzschäden. Daneben tragen aber auch Wärmebrücken und immer dichter werdende  Gebäudehüllen maßgeblich zur Entstehung von Tauwasser- und somit Schimmelpilzbildung bei.

Beprobung von Flächen, Bauteilen und Luft

Die Beprobung zum Ausschluss bzw. der Feststellung von Schimmelpilzbefall  ist in DIN ISO 1600 und VDI 4300 geregelt. Unterschieden werden dabei das Klebefilmverfahren, das Abklatschverfahren und das Abstrichverfahren sowie im Bereich der Luftbeprobung (Luftkeimmessung) das Filtrationsverfahren und das Impaktionsverfahren.

Nachfolgend von uns nach DIN/VDI angebotene Beprobungen von Oberflächen, Bauteilen und Innenraumluft.

Oberflächenbeprobung

  • Beprobung mittels Abklatsch gem. DIN ISO 16000-21
  • Beprobung mittels Abstrich gem. DIN ISO 16000-21
  • Beprobung mittels Klebefilm gem. DIN ISO 16000-21

Materialtiefenbeprobung

  • Materialtiefenbeprobung gem. DIN ISO 16000-21

Raumluftbeprobung (Luftkeimmessung)

  • Beprobung mittels Filtration gem. DIN ISO 1600-16
  • Beprobung mittels Impaktion gem. DIN ISO 1600-18

Beprobung auf Schimmelpilz

Beprobung mittels Klebefilm

Luftkeimmessung

Luftkeimmessung

Diagnostik von Schimmelpilzen

Grundsätzlich werden neben der mikroskopischen Diagnostik (Klebefilmpräparat) die direkte Kultivierung (Abklatsch-/Abstrichprobe) und die Kultivierung mittels Suspension (Materialprobe) in der mikrobiologischen Labordiagnostik unterschieden. Da Schimmelpilze Auslöser zum Teil schwerer Infektionen sind und zu den wichtigsten Innenraumallergenen zählen, gewinnt insbesondere der Nachweis unsichtbaren Schimmelpilzbefalls der Raumluft mittels Luftkeimmessung (Filtrationsverfahren/Impaktionsverfahren) in der gutachterlichen Praxis zunehmend an Bedeutung.

Nachfolgend von uns in Kooperation mit nach DIN EN ISO/IEC 17025 durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditierten Prüflaboratorien angebotene Laboruntersuchungen.

  • Nachweis und Zählung von Schimmelpilzen mittels Mikroskopie gem. DIN ISO 16000-21
  • Nachweis und Zählung von Schimmelpilzen mittels Kultivierung gem. DIN ISO 16000-17
  • Nachweis und Zählung von Schimmelpilzen mittels Suspension gem. DIN ISO 16000-21

Schimmel Schimmelpilze

Kultivierte Schimmelpilze

Schimmelprobe

Kultivierte Schimmelpilze

Schimmel: Gefahr für Bewohner und Bauwerk

Schimmel stellt ein zunehmendes Problem in Innenräumen dar. Neben der Schädigung von Bausubstanz ist das gesundheitliche Risiko einiger der etwa 120.000 verschiedenen Arten von Schimmlepilzen bzw. der von ihnen produzierten Mykotoxinen Auslöser für zum Teil schwere Allergien und Infektionen. Zu den bekanntesten Mykotixinen zählen dabei Asperentin, Ochratoxin A, Oxalin oder auch Sterigamatocystin, die kanzerogene bzw. toxische Wirkung besitzen.

Sanierung von Schimmelpilzschäden

Neben der mikrobiologischen Diagnostik von Schimmelpilzbefall und der Ursachenerhebung für dessen Entstehung, ist eine fachgerechte Sanierung Voraussetzung für eine dauerhafte Beseitigung von Schimmelpilzen. Diese impliziert neben der Beseitigung von Schimmelpilz befallener Putzschichten bzw. Bauteile auch die Abschottung zu angrenzenden Räumen und den Einsatz von Filtern während laufender Sanierungsarbeiten, um die Kontaminierung angrenzender Räumlichkeiten und Flächen auszuschließen.

Die gutachterliche Erfahrung lehrt jedoch, dass Sanierungen häufig nicht fachgerecht erfolgen, was zum einen in der nicht selten mangelnden Sachkunde der Ausführenden begründet ist, zum anderen aber auch dem Umstand geschuldet ist, dass Auftraggeber die Kosten für eine Begutachtung und sachkundige Planung durch einen „kostengünstigen“ Sanierungsauftrag an einen ausführenden Betrieb glauben ersetzen zu können – mit den dafür typischen Schadensbildern nach Sanierung, weshalb der Begutachtung und Sanierungsplanung nach nicht fachgerechter Sanierung von Schimmelpilzschäden in unserer gutachterlichen Praxis große Bedeutung zukommt.

Lassen Sie daher im Vorfeld einer Sanierung einen Sachverständigen einen möglichen Schaden beurteilen und ein Sanierungskonzept erstellen. Das kostet Geld, das Sie bei der Sanierung sparen. Immer. Gut. Achten.